Nachrichtenarchiv des Bildungsgangs Juli 2024

Wie die Mutter so die Tochter... in der Fachschule

Aus Erfahrung gut ist die Fachschule für Wirtschaft am Kuniberg Berufskolleg – und das attraktive Weiterbildungsangebot wird mittlerweile auch generationenübergreifend frequentiert. Bei der Verabschiedung, die am Dienstagabend (1. Juli) gemeinsam mit den Steuerfachangestellten im Forum ausgerichtet wurde, freute sich Sudiye Yarimay gemeinsam mit ihrer Tochter Derya-Deniz.

Die Mutter hatte im Jahr 2006 ihren Abschluss als Staatlich geprüfte Betriebswirtin am Kuniberg Berufskolleg erworben. Genau 18 Jahre später folgt die nächste Generation. Derya-Deniz, die gerade ihre Ausbildung zur Steuerfachangestellten erfolgreich abgeschlossen hat, tritt das Erbe an und hat sich direkt für die Fachschule eingeschrieben - nachvollziehbarerweise ebenfalls mit dem Schwerpunkt Steuern.

Begegnung mit den Weltreligionen

Während der Rechtskurs aus der Jahrgangsstufe 11 des Wirtschaftsgymnasiums am Montag (1. Juli) eine Exkursion zum Amtsgericht Recklinghausen unternahm, machten sich die beiden Religionskurse auf die Spuren der drei großen monotheistischen Weltanschauungen.

Die Weltreligionen stehen nicht nur auf dem Lehrplan der Einführungsphase, sie waren in diesem Schuljahr auch ein Thema im Deutsch-Unterricht. Dort wurde im zweiten Halbjahr Lessings Drama „Nathan der Weise“ mit der berühmten Ringparabel im Zentrum gelesen.

Gemeinsam mit Anna Zygiel und Jochen Sänger suchten die Schüler:innen zunächst nach Spuren jüdischen Lebens in der Recklinghäuser Innenstadt und empfanden an unterschiedlichen Stationen die Verfolgung während der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft nach.

Anschließend besuchte die Gruppe die Gastkirche. Dort stellte Pfarrer Ludger Ernsting sowohl die Geschichte des sakralen Gebäudes als auch die wichtige Arbeit des Gasthauses vor. Im Advent hatten die Schüler:innen unter der Regie des evangelischen Kurses Lebensmittelspenden für die Gasthaus-Küche gesammelt und dabei eine überwältigende Resonanz erfahren.

Aus der Innenstadt ging es in den Recklinghäuser Süden zur Eyüp-Sultan-Moschee. Neben der Vorstellung des Gotteshauses, der Gebetspraxis und der Gemeindearbeit nutzten die Schüler:innen die Gelegenheit, durch viele Fragen hinter die Kulissen zu schauen und dank der Antworten Vorurteile abzubauen.