In der zweiten Pause gönnt sich Udo Reglinski einen Kaffee. Der Personalwerber der Polizei Recklinghausen hat schon mehr als ein Dutzend Gespräche geführt. Es geht dabei um die „klassische“ Laufbahn bei seiner Behörde, aber auch um das relativ junge Angebot der FOS Polizei, das es seit 2022 – auch am Kuniberg Berufskolleg – gibt.
Der 2. Tag der Ausbildung mit fast 30 Ausbildungsbetrieben am Donnerstag (12. September) entwickelt sich zu einem Selbstläufer. Die Unternehmen nutzen die Gelegenheit, um Auszubildende für die kommenden Jahre zu akquirieren; die Schülerinnen aus den verschiedenen Vollzeitbildungsgängen favorisieren die kompakte Möglichkeit, sich über Trends und Themen auf dem Ausbildungsmarkt zu informieren.
Lara, Schülerin der Zweijährigen Berufsfachschule, vergibt für das Angebot „zehn von zehn Punkten“: „Die unterschiedlichen Ausbildungsberufe sind anschaulich und gut verständlich vorgestellt worden. Wir konnten Fragen stellen, die nett und freundlich beantwortet wurden.“ Gefreut hat sich Lara auch über die unterschiedlichen Give-aways.
Auf Nando aus der Jahrgangsstufe 13 des Wirtschaftsgymnasiums haben die souveränen Präsentationen der Betriebe Eindruck gemacht. Er lobt das Fachwissen und die Flexibilität, mit dem die Vertreter der Betriebe aufgetreten sind. Joshua gibt zu bedenken, dass die Schüler:innen deutlich interessierter gewesen seien als im vergangenen Jahr. Der Andrang sorgte seiner Meinung dafür, dass weniger Raum blieb für individuelle Fragen.
Christof Stegemann, für die Organisation des 2. Tages der Ausbildung verantwortlich, zieht schon früh ein positives Fazit: „Es läuft!“ Die Lerngruppen verteilen sich auf die Stände im Forum und in der 1. Etage; die meisten Schüler:innen sind gut vorbereitet, haben Anschreiben und Lebensläufe mitgebracht, um sich konkret für Praktikumsstellen zu bewerben. Jetzt ist Christof Stegemann gespannt, wie die computergestützte Rückmeldung aller Teilnehmer:innen ausfällt.
Schulleiterin Michaela Korte hat sich bei den Unternehmern umgehört: „Fast alle von ihnen loben das Interesse unserer Schüler:innen an Berufsbildern und konkreten Ausbildungsinhalten.“ Ihre Stellvertreterin Anja Kobus freut sich, dass gleich vor Ort mehrere Praktikumsverträge unterzeichnet und einige Ausbildungsvereinbarungen getroffen worden seien.
Dass sich die Vertreter der Betriebe und die Informierenden schnell verstehen, liegt auch am geringen Altersunterschied. Oft stehen aktuelle Auszubildende an den Ständen. Manchmal gibt es auch ein lautes Hallo, wenn Lehrerinnen und Lehrer ehemalige Kuniberger wiedersehen. Jill Schneider informiert zum Beispiel über die Ausbildung der Dialogmarketing-Kaufleute bei der Volksbank RuhrMitte; Nicole Heckmann gehört zum Ausbildungsteam des Kreises Recklinghausen.