Auf der „DGB-Berufsschultour“ haben die Referenten des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) von Montag bis Freitag verschiedene Berufsschulklassen besucht, um Auszubildende in den Unterstufen umfassend über ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Es stellte sich dabei immer wieder heraus, dass Auszubildende den Begriff „Tarifvertrag“ zwar schon einmal gehört hatten, aber nicht erklären konnten. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsvergütung, die Anzahl der Urlaubstage oder Arbeitszeiten-Regelungen führten zu Rätselraten, selbst in den Mittel- und Oberstufen. Dort stand aber eher das Thema „Betriebliche Mitbestimmung“ im Vordergrund.
Die Experten griffen immer wieder spontan Fragen der Auszubildenden auf und entkräfteten das eine oder andere Vorurteil souverän. Ohne digitale Hilfsmittel erhielten die Referenten in den 90-minütigen Veranstaltungen die volle Aufmerksamkeit der Anwesenden, selbst in der 9. und 10. Stunde. „Von den meisten Auszubildenden gab es im Anschluss ein positives Feedback“, stellt Heidrun Werner, die den Kontakt zum DGB koordiniert, zufrieden fest. Gern zitiert sie einen Fachlageristen: „Ich habe sogar was gelernt. Das hätte ich nicht gedacht.“ Ein positives Feedback gab es ebenso von den Referenten.
Die Schulpausen in dieser Woche wurden von beiden Seiten am DGB-Infostand genutzt, um miteinander ins Gespräch zu kommen.