Direkt hinter dem Dortmunder Hauptbahnhof liegt die Mahn- und Gedenkstätte „Steinwache“ – Ziel einer Fortbildung, die am Donnerstag (20. Juni) von einer kleinen Gruppe Kuniberger Lehrkräfte angesteuert worden ist.
66000 Gefangene wurden hier in den zwölf Jahren nationalsozialistischer Schreckensherrschaft gefangengesetzt und in andere Gefangenen- und Vernichtungslager weiter geschleust: in der Hauptsache Jüdinnen und Juden, Homosexuelle, sogenannte „Asoziale“ und Zwangsarbeiter – Männer und Frauen. Das Gebäude, das in der Zeit der Weimarer Republik den Ruf eines fortschrittlichen Polizeigefängnisses hatte, war von 1933 bis 1945 restlos überfüllt und geprägt von Gewalt und Folter.
Einzelschicksale waren bei der Führung durch die Gedenkstätte besonders eindrücklich, aber auch nach vielen Jahren strahlt das Gebäude insgesamt eine bedrückende Atmosphäre aus. Wie man mit Schülerinnen und Schülern dieses Gebäude und die dort gezeigte Ausstellung besuchen kann, stand ebenso im Fokus der teilnehmenden Lehrkräfte.