Lehrerausbildung

Das Kuniberg Berufskolleg versteht sich ausdrücklich als Ausbildungsschule von Referendarinnen und Referendaren – diese Selbstverpflichtung zur Lehrerausbildung ist Teil unseres Verständnisses von Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung im Rahmen unseres Schulprogramms.

Das Ausbildungsteam

Die Organisation der schulpraktischen Ausbildung wird von drei Ausbildungsbeauftragtengeleistet, die für die Prozessbegleitung, Beratung und Unterstützung der Referendare zuständig sind, als Ansprechpartner für alle an der Lehrerausbildung beteiligten Parteien fungieren und die Kommunikation zwischen den Ausbildungsorten der Schule und des ZfsL (Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung, früher: Studienseminar) in Gelsenkirchen pflegen.

Ausbildungsbeauftragte am Kuniberg BK:
Barbara Erzkamp (hauptverantwortlich), Jörg Bräker, Ute Heger

Der Einstieg in die unterrichtliche Tätigkeit, der Unterricht unter Anleitung und die eigenverantwortliche Unterrichtstätigkeit werden von einem großen Team engagierter Ausbildungslehrerinnen und -lehrern unterstützt, die ihre Ausbildungsarbeit auch als Chance zur weiteren eigenen Professionalisierung verstehen.

Das schulische Begleitprogramm im Rahmen der neuen OVP

Mit dem LABG 2009 und der darauf gründenden Neuordnung des Vorbereitungsdienstes (OVP 2011, Neufassung 2016) ist die Bedeutung der Schule als Ausbildungsort weiter gestiegen. Die mit der Neuordnung einhergehende Verkürzung der Ausbildung auf 18 Monate erfordert in noch höherem Maße als bisher eine enge Verzahnung der Ausbildungsarbeit an Schule und ZfsL.

Um alle im Kerncurriculum zur OVP genannten Handlungsfelder und die ihnen zugeordneten Handlungssituationen während des Vorbereitungsdienstes abdecken zu können, wurde in gemeinsamen Arbeitsgruppen und Dienstbesprechungen zwischen Schule und ZfsL ein schulisches Begleitprogramm entwickelt, das die Seminararbeit ergänzen und vertiefen soll:

Im ersten Quartal dient dieses Begleitprogramm vorwiegend dazu, Orientierungswissen über verschiedene Bereiche des komplexen Systems zu vermitteln und die Referendare mit Blick auf den nach den Sommerferien einsetzenden eigenverantwortlichen Unterricht handlungsfähig zu machen. In den folgenden Quartalen zielt es darauf ab, die Ausbildungsarbeit im ZfsL zu begleiten und sie bezüglich derjenigen Handlungssituationen zu ergänzen, die im Rahmen des Seminars nicht bearbeitet wird können.

Link:
Begleitprogramm

 

Dabei entscheiden die Referendare als autonome Lerner auch im Sinne individueller Förderung teilweise selbst, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Intensität sie einzelne Themen des Begleitprogramms und unterschiedliche Unterstützungsangebote abrufen. In einem Portfolio dokumentieren sie fortlaufend den Prozess ihrer Professionalisierung.

Umsetzung der schulpraktischen Ausbildung gemäß OVP 2016

Die Referendare sind mit 14 Stunden (7 pro Fach)  an der Schule und werden im ersten Ausbildungsquartal (vom 1. Mai bis zu den Sommerferien) gezielt auf ihren eigenverantwortlichen Unterricht nach den Sommerferien vorbereitet. Um ihnen die Orientierung zu erleichtern werden ihnen pro Ausbildungsfach schwerpunktmäßig ein bis zwei Ausbildungslehrerinnen bzw. -lehrer zur Seite gestellt, die sie als Ansprechpartner in allen fachlichen Belangen in dieser Phase unterstützen.

Anfängliche Hospitationen verschieben sich je nach Entwicklungsstand zugunsten von zunehmend langwelligen Unterrichtsversuchen unter Anleitung, beraten und geschult durch die jeweiligen Ausbildungslehrerinnen und -lehrer.

Spätestens nach den ersten 6 Wochen der Ausbildung findet gemäß § 15 OVP ein Eingangs- und Perspektivgespräch (EPG) zwischen Lehramtsanwärter(in) und einem Seminarausbilder bzw. einer –ausbilderin unter Beteiligung der Schule statt. In diesem beurteilungsfreien Gespräch reflektiert der/die Referendar(in), ausgehend von einer selbst gehaltenen Unterrichtsstunde, seine / ihre bisherigen Erfahrungen und holt Rückmeldungen der anderen Beteiligten einholt. Auf dieser Grundlage werden dann individuelle Ziele benannt und Schwerpunktes des anzustrebenden Kompetenzzuwachses für den weiteren Verlauf der Ausbildung identifiziert.

Vom 2. – 5. Quartal erteilen die Referendare für ein Schuljahr eigenverantwortlich sogenannten bedarfsdeckendenUnterricht (insgesamt 9 Stunden). Hinzu kommen 5 Stunden Unterricht unter Anleitung, wobei ein Seminartag unterrichtsfrei bleibt.

Im letzten Quartal erteilen die Referendare keinen eigenverantwortlichen Unterricht, sondern bereiten sich im Rahmen des angeleiteten Unterrichts auf die Zweite Staatsprüfung vor. Das schulische Begleitprogramm in dieser Phase dient zum einen der systematischen Unterstützung bei der Planung des Prüfungstages. Darüber hinaus sind orientieren sich seine Inhalte an individuell auftretenden Informations- und Lernbedarfen während der Prüfungsvorbereitungsphase.

Ausbildungsbeginn

Referendar/Referendarin mit Fakulten

Mai 2016

  • Hölzer, Philipp Christopher (WiWi / FInanz- und Rechnungswesen
  • Butusow, Sina (WiWi / Betriebswirtschaftl. Steuerlehre)
  • Tenkamp, Simon (kath. Religionslehre / Sport)

Mai 2017

  • Fikri-Bazairi, Fatima mit WiWi und Französisch
  • Reinert, Denise mit WiWi und Informatik und
  • Wittig, Miriam mit WiWi und Logistik/Produktion/Absatz

 

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