Nachrichtenarchiv der Schule Juni 2017

"econo=me": Handelsblatt zeichnet Klasse 13b aus

Schulleiter lobt das Engagement und freut sich mit der Schülergruppe

Mehr als 70 Schulen haben sich bundesweit an dem vom Handelsblatt initiierten Wettbewerb „econo=me“ beteiligt. 2016/17 lautete die Aufgabe „Vom Sinn und Unsinn des Sparens“. Eine achtköpfige Gruppe aus der Klasse 13b des Wirtschaftsgymnasiums am Kuniberg Berufskolleg nahm mit einer Webseite plus Blog teil und erreichte einen beachtlichen fünften Platz im Gesamtklassement.

„Sparen oder nicht sparen, das ist hier die Frage“ nannte die Kuniberg-Gruppe, die von VWL-Lehrer Matthias Bomba betreut wurde, ihren Beitrag. Die Schülerinnen und Schüler beleuchteten die Fragestellung von unterschiedlichen Seiten. „Das hat uns geholfen, die Zusammenhänge besser zu begreifen“, berichtet Hannah Beyer. Im Team gab es auch die eine oder andere Krise, gesteht Pauline Gralla. Der Kreativität hat es nicht geschadet: Im Blog findet sich zum Beispiel ein Interview mit dem Recklinghäuser Bürgermeister Christof Tesche.

Schulleiter Dr. Walter Schulte freute sich mit der Schülergruppe über den Erfolg. „Super, dass Sie sich an ein kompliziertes Thema gewagt haben“. Zufall oder nicht: Im Herbst wird das Kuniberg Berufskolleg ein ökonomisches Forum zur Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank organisieren. Das Team aus der „13b“ wurde für die gute Platzierung mit Gutscheinen für kulturelle Veranstaltung nach Wahl prämiert.

 

Kompetenzzentrum Logistik begrüßt Gäste aus Belgien

Regelmäßiger Austausch mit Sint-Lodewijk aus Genk vorgesehen

Besuch aus Belgien hatte das Kompetenzzentrum Logistik am Dienstag (20. Juni): Eine Schüler-Delegation des Sint-Lodewijk-Schulzentrums aus Genk knüpfte Kontakte mit der Mittelstufe der Speditionskaufleute des Kuniberg Berufskollegs.

Die beiden Schulen arbeiten seit mehreren Jahren zusammen, vor allem in den vom Wirtschaftsgymnasium und von den Kaufmännischen Assistenten getragenen internationalen Projekten.

Die belgischen Schüler bereiten sich auf den Beruf als Lkw-Fahrer vor und sind genauso wie ihre Gastgeber daran interessiert, sich regelmäßig auszutauschen. „Amtssprache“ bei der ersten Arbeitssitzung war Englisch.

Neben dem fachlichen Austausch schauten sich die jungen Belgier unter der Führung des stellvertretenden Schulleiters Heinz Erzkamp das Gebäude des Kuniberg Berufskollegs an.

 

Schüler beraten Schüler über das VL-Sparen

Vier andere Bildungsgänge erhalten persönliche Informationen

Schüler beraten Schüler: Das ist ein Modell, das am Kuniberg Berufskolleg immer häufiger Schule macht. Am Montag (12. Juni) informierten die angehenden Bankkaufleute die Auszubildenden aus vier anderen Bildungsgängen über die Möglichkeiten, die die Vermögenswirksamen Leistungen bieten. In persönlichen Gesprächen beraten wurden Schülerinnen und Schüler aus den Unterstufen des Einzelhandels, der Fachkräfte für Lagerlogistik, der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten sowie der Steuerfachangestellten. Aus dem Bankenteam betreuten Ulrich Nowak, Raphael von Hagen und Christopher Hölzer die Veranstaltung.

Fraktionschef Lucas Kurth sitzt in der ersten Reihe

Planspiel "Jugend und Parlament" bleibt als "unglaublich lehrreiche Erfahrung" in Erinnerung

Lucas mit Bundestagspräsident Norbert Lammert (l.) und mit seiner "Patin" Rita Stockhofe (r.).

Lucas Kurth, der als Absolvent der Fachoberschule (FOS) 13 gerade seine Abiturprüfungen am Kuniberg Berufskolleg erfolgreich bestanden hat, durfte am Planspiel „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestages in Berlin teilnehmen. „Über 300 Jugendliche waren dabei. Ich selbst wurde von der Bundestagsabgeordneten Rita Stockhofe (CDU) aus Haltern nominiert. Ursprünglich war meine Teilnahme bereits für 2016 vorgesehen. Jedoch kollidierte dies damals mit den Abschlussprüfungen für den Kaufmännischen Assistenten.“

Im Planspiel nahm Lucas die Identität von Maximilian Quick an, war 62 Jahre alt, Lehrer an einem Gymnasium in Hamburg, verheiratet und hatte zwei Kinder. „Ich gehörte der Regierungspartei PGS (Partei für Gerechtigkeit und Solidarität) an.“ Lucas alias Maximilian und seine Mit-Parlamentarier wurden von Dagmar Ziegler (Mitglied im Ältestenrat) im Plenarsaal des Deutschen Bundestages begrüßt und durch das Haus geführt.

Am zweiten Tag begann die parlamentarische Arbeit. „Ich durfte dabei für meine Partei das Amt des Fraktionsvorsitzenden ausüben“, berichtet Lucas, der im Fraktionssaal der SPD den Platz von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz besetzte. Es ging in der Sitzung um vier Themen: Aufnahme der deutschen Landessprache ins Grundgesetz, Veränderung des Wahlrechts/Möglichkeit eines Onlinewahlverfahrens, ein Auslandseinsatz der Bundeswehr und die Verbesserung der Lebensbedingungen im Tierreich (Tierschutz). Als Fraktionsvorsitzende musste der Oer-Erkenschwicker parallel mit den Sprechern der anderen Parteien verhandeln und eine Bundespressekonferenz abhalten. Abends belohnten sich die Jugendparlamentarier mit einem Besuch der Terrasse und der Kuppel des Reichstagsgebäudes, von wo aus sie den Sonnenuntergang über Berlin beobachteten.

„Die ziemlich kurze Nacht steckte mir noch in den Knochen, doch es half nichts“, räumt Lucas ein, dass der dritte Tag im Bundestag an die Substanz ging. Die erste Lesung im Plenarsaal und die entscheidenden Ausschusssitzungen standen an. Unter der Leitung von Johannes Singhammer, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, wurden die Gesetzesvorlagen verlesen und die Ausschüsse eingeteilt. Dort galt es nun einen Konsens zu finden, denn für eine Änderung des Grundgesetzes und des Wahlrechts ist eine Mehrheit von zwei Dritteln notwendig.

Nach den sehr langen Sitzungen besuchten die Kurzzeit-Parlamentarier ihre jeweiligen Abgeordneten. „Ich hatte die Möglichkeit, mit Frau Stockhofe im Jakob-Kaiser-Haus gemeinsam Mittag zu essen. Wir verstanden uns sehr gut. Sie zeigte mir im Anschluss ihr Büro und erklärte mir ihre Aufgabenbereiche. Sie gab mir noch einige Tipps, wie ich mit meinen Kollegen eine Beschlussempfehlung verfassen könne.“

Am abschließenden Tag saß der Fraktionsvorsitzende Maximilian Quick standesgemäß in der ersten Reihe des Bundestages. Positive Ergebnisse der Plenardebatte: „Wir konnten uns die nötige Mehrheit für einen Bundeswehreinsatz und für den Tierschutz sichern. Der einzige Wermutstropfen war, dass ich meine Rede aus Zeitgründen nicht halten durfte.“

Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der einzelnen Parteien statt. Den Fragen stellten sich Michael Kretschmer (CDU/CSU), Carola Reimann (SPD), Anton Hofreiter (Die Grünen) und Dietmar Bartsch (Die Linke). Moderiert wurde das Ganze von Thomas Walde (ZDF). Bei den Fragen ging es um eine Senkung des Wahlalters und eine Quotierung der Listenplätze für junge Abgeordnete. Der Runde wohnte auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) bei, der zum Abschluss des Planspiels eine Rede hielt. „Nachdem wir den Plenarsaal verlassen hatten, liefen uns prominente Abgeordnete über den Weg, zum Beispiel Gregor Gysi (Die Linke), Wolfgang Schäuble (CDU) und Hans-Christian Ströbele (Die Grünen). Selbst Kanzlerkandidat Martin Schulz und Bundeskanzlerin Angela Merkel hielten für ein kurzes Gespräch oder Foto an“, stellt Lucas heraus.

Er empfindet die Tage in der Hauptstadt zurückblickend als „unglaublich schöne und lehrreiche Erfahrung“. Dazu gehört die Aufgabe, eine fremde Rolle einzunehmen und zu spielen, die mitunter nicht mit der eigenen Meinung übereinstimmte. Lucas, der sich selbst bei den Grünen engagiert, empfand es als ganz besondere Ehre, zumindest für ein paar Tage Abgeordneter im Bundestag zu sein. „Vielleicht führt mein Weg eines Tages wirklich vom Kuniberg in den deutschen Bundestag…“

 

Lernen am anderen Ort: Schüler zu Gast bei Fringe

Gruppe staunt über die virtuose Körperkunst von "Imbalance"

Das ist schon ein guter Brauch am Kuniberg Berufskolleg: Auch in diesem Jahr waren Schülerinnen und Schüler zu Gast beim Fringe-Festival. Auf Einladung des Theaterpädagogen Alois Banneyer und durch Unterstützung des Sponsors „Innogy“ besuchten Schüler aus dem Wirtschaftsgymnasium und aus dem Bildungsgang „Kaufmännische Assistenten / FHR“ am Donnerstag (8. Juni) die Fringe-Aufführung „Imbalance“.

Gezeigt wird in virtuoser Körperkunst ein Paar, das verstrickt ist innerhalb seiner eigenen Realität und  Digitalitiät. Die beiden großartigen Körperakrobaten Olivia Quayle und Jan Patze zeigen in einer Kombination aus geradezu perfekter Akrobatik und spektakulärem Tanz, wie  zwischenmenschliche Beziehungen unter dem Drang, immer online zu sein, aus der Balance geraten.

„Ein interessantes, energiegeladenes Stück, das den Schülern Denkanstöße lieferte und zu weiteren Diskussionen anregte“, resümiert Petra Hogrebe, die die Gruppe gemeinsam mit Anna Fimpeler-Becker begleitete.

Schülerorientierte Projekte rücken in den Blickpunkt

Der Förderverein macht's mehr denn je möglich

Der Förderverein macht’s möglich – das ist der Titel des Posters, mit dem die Schüler-Vertretung (SV) sich für die vielfältige Unterstützung bedankt. Das Plakat zeigt unterschiedliche Projekte, die erst durch die Zuschüsse des Vereins möglich geworden sind: Tage religiöser Orientierung, Sitzbänke im Treppenhaus, Dokumentenkameras in allen Klassenräumen… Bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins am Donnerstag (1. Juni) wurde deutlich: Es ist kein Kleingeld, das Jahr für Jahr bewegt wird. So schiebt die Initiative auch das Whiteboard-Projekt des Großhandels an.

Martin Debus, seit langem als Schatzmeister für die Finanzen zuständig, spricht nicht ohne Stolz von einer „Erfolgsgeschichte“. Damit diese weitergeschrieben werden kann, soll die Mitgliederakquise, insbesondere im Lehrerkollegium, intensiviert werden. Für 2017 und die folgenden Jahre plant der Förderverein mit dem Vorsitzenden Detlef Juraschek, noch stärker schülerorientierte Projekte zu unterstützen. Dazu gehören nach Informationen von Schulleiter Dr. Walter Schulte etwa der „Mathemeister“ – ein Diagnoseinstrument für mögliche Schwächen im Fach Mathematik – und die Wiederbelebung des ECDL (Europäischer Computer-Führerschein).