Leonardo-Projekte / Auslandspraktika

Eine vertiefende Auseinandersetzung mit Themen zu und über Europa ist im Fachunterricht und darüber hinaus  am Kuniberg in allen Bildungsgängen Praxis. Hierbei vermitteln wir unseren Schülerinnen und Schülern ein umfassendes Verständnis für die soziokulturelle und ökonomische Vielfalt Europas. Wir nehmen aus diesem Grund an vielfältigen Projekten und Förderprogrammen der Europäischen Union teil und können so unseren Schülerinnen und Schülern ein individuelles  „Erleben“ Europas zum Beispiel in Form eines Auslandspraktikums ermöglichen. Dieses geschieht mit Hilfe des Förderprogramms Leonardo da Vinci – Mobilität.

In den letzten Jahren wurden so folgende Projekte für mittlerweile etwa 300 Teilnehmer realisiert:

  • 2005/2006:     Communication in Business
  • 2006:                   ARMOROPA
  • 2007/2008:     EUBEKA 1
  • 2009/2010:     EUBEKA 2
  • 2011/2012:     EUBEKA 3b
  • 2013/2014:     EUBEKA 4

Unsere Praktikantinnen und Praktikanten reisten nach:  Großbritannien, Irland, Schweden, Finnland, Spanien, Polen, Ungarn, Rumänien, Niederlande...

Im Rahmen unseres aktuellen Projekts EUBEKA 4 können bis Ende Mai 2014 etwa 80 Schülerinnen und Schüler ein Praktikum im europäischen Ausland absolvieren und auf finanzielle Förderung hoffen. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt zu Beginn der Jahrgangsstufe 12 auf Grundlage der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens durch alle den Schüler/die Schülerin unterrichtenden Lehrer. Die Bewerbung erfolgt zunächst formlos; auf Anfrage reichen die Bewerber anschließend ihre Bewerbungsunterlagen digital ein.

Zusätzlich zu den vom Kuniberg angebotenen und finanziell geförderten Ländern suchen sich unsere Schülerinnen und Schüler zuweilen auch gerne „exotischere“ Gefilde, wie z.B. China, Kanada, USA, Peru oder Südafrika aus, um ein Praktikum zu absolvieren.

In Ergänzung zu den von unseren Schülerinnen und Schülern absolvierten Auslandspraktika führt der Kuniberg auch für das Kollegium / die Schulleitung Fortbildungen im Ausland durch. Als Beispiel sei hier das Projekt SMIP1 (School Management Improvement Partnership1) zu nennen; Im Rahmen des Projekts fuhren 2011 vier Mitglieder des Kuniberg  zu unserem Partner in Finnland, um dort Fragen des Schulmanagements zu diskutieren.

Impressionen aus den letzten Praktika finden Sie hier:

Auslandspraktikum 2013

Praktikanten trinken Tee am Giant's Causeway

05.04.2013

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Schnell eingewöhnt haben sich die Praktikanten des Kuniberg Berufskollegs im europäischen Ausland. Die reiselustigen Schülerinnen und Schüler sammeln in den Betrieben und in der Freizeit jede Menge neue Eindrücke. Besonders zufrieden wirkt die Gruppe, die ihr Auslandspraktikum in der irischen Hauptstadt Dublin absolviert.

Anna Kasa arbeitet zum Beispiel in einem Unternehmen, das Reinigungsmittel für Teppiche vertreibt. Zusätzlich ist der Chef des Betriebs für das Marketing einer Musikband zuständig. Anna hilft dabei, die Gruppe in Deutschland und Österreich bekannter zu machen. Außerdem schreibt sie E-Mails an die Kunden des Reinigungsunternehmens. „Daneben bin ich auch dafür zuständig, die Datenbank zu aktualisieren“, berichtet die Schülerin, die die Jahrgangsstufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums besucht.

Als Höhepunkt des Freizeitprogramms hat Anna bisher die Tagestour nach Nordirland empfunden. Auf dem Plan standen Belfast, die Carrick-a-Rede-Brücke und der weltberühmte Giant`s Causeway. „Selbstverständlich gibt es auch in Dublin viel zu sehen. Hier vereinen sich Wasser, Berge und das normale Großstadtleben“, schreibt die 18-Jährige.

Sie schwärmt von der Herzlichkeit der Menschen in Irland. Das gilt auch für die Familie, in der Anna und ihre Mitschülerin Meltem Karaman während der vier Wochen in Dublin leben. Die Gastmutter bereitet ihren Gästen das typisch irische Frühstück zu. Dazu gibt es Tee. „Den trinken wir hier sehr oft“, schmunzelt Meltem. Mit der U-Bahn, die in Dublin DART heißt, hat die Gruppe aus Recklinghausen die Hauptstadt der grünen Insel erkundet – eine Besichtigung der Guinness-Brauerei inbegriffen.

Nils und Sebastian haben sich aus Siebenbürgen/Rumänien gemeldet. Beide durchlaufen die Abteilungen des Maschinenbauunternehmens Brandl. Während des gesamten Praktikums werden sie von einem früheren Kommilitonen ihres Englischlehrers, Studiendirektor Erich Drotleff, betreut. Das Trio hat in der Freizeit mehrere Kirchenburgen besucht. „Die Kultur Rumäniens war uns bisher unbekannt. Sie gefällt uns sehr gut“, stellt Sebastian zusammenfassend fest.

Fatih Catal meldet sich aus Ungarn: „Fabian, Jan und ich sind sehr zufrieden. Budapest ist eine sehr schöne Stadt. Wir haben schon einige neue Bekanntschaften geknüpft. Unsere Betriebe sind auch prima.“

Wechselhaftes Wetter herrscht in diesen Wochen in Spanien. „Es regnet sehr viel, und manchmal ist es auch sehr windig“, schreibt Maren Wolters und freut sich über das gute Miteinander in der Gruppe. Positiv vermerkt sie, „dass wir uns gut mit den Einheimischen verständigen können“. Das Sprechen, das zu Beginn Probleme bereitete, funktioniert immer besser.

„Die Spanier geben sich viel Mühe, wenn sie mit uns sprechen“, lobt Maren. Neben der Arbeit in den Praktikumsbetrieben bleibt gerade an den Feiertagen Zeit für ein touristisches Programm. „Wir haben uns die Prozessionen der Semanta Santa, also der Osterwoche, angesehen. Dazu gibt es einen Ausflug nach Vigo.“

Auslandspraktikum 2012

Europäische Eindrücke wirken noch lange nach

25.04.2012

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Auslandspraktikanten schwärmen nach ihrer Rückkehr von den vier Europa-Wochen:
Erstliga-Eishockey erlebt und galizische Gastfreundschaft genossen

Im Unterricht der Jahrgangsstufe zwölf des Wirtschaftsgymnasiums am Kuniberg Berufskolleg weht ein frischer Wind. Das vierwöchige Praktikum, das die Schülerinnen und Schüler absolviert haben, wirkt nach. Besonders deutlich wird dies bei den 28 Auslandspraktikanten, deren Horizont durch die Zeit in den sechs europäischen Ländern viel breiter geworden ist.

Europa-Koordinatorin Andrea Thommes nimmt sich in den Tagen nach der Rückkehr der Jugendlichen eine Menge Zeit, um gemeinsam mit den Schülern die Erfahrungen vom Leben und Arbeiten im Ausland zu reflektieren. Ihr erster Eindruck: „Alle haben viel erlebt, Land und Leute kennen gelernt. Die Schülerinnen und Schüler haben die kleinen Hürden vor Ort selbstständig genommen, dabei im Wesentlichen nicht in ihrer Muttersprache kommuniziert.“

Während die wirtschaftspolitische Entwicklung den Einigungsprozess erschwert, fühlen sich die Zwölftklässler vom Kuniberg mehr denn je als „Europäer“. Lena, Denise und Mike etwa sind begeistert vom irischen Charme. Das Trio war in Gastfamilien untergebracht und hat einen authentischen Eindruck von den Lebensgewohnheiten auf der grünen Insel erhalten. Zu Hause und in den Praktikumbetrieben wurde intensiv kommuniziert: „Zum Glück hatte ich in dem Reisebüro, in dem ich hospitiert habe, nur wenig Telefondienst. Die Iren sprechen so schnell“, räumt Mike ein.

Begeistert von der spanischen Gastfreundschaft sind die acht Schüler, die das Auslandspraktikum nach Galizien geführt hat. Die vier Wochen standen unter einem guten Stern – schließlich begann die Zeit fern der Heimat mit einer Stippvisite im berühmten Wallfahrtsort Santiago de Compostela. Die Erfahrungen im Arbeitsalltag waren trotz der unterschiedlichen Einsatzfelder, die vom Sekretariat einer Privatschule bis zum Schreibwarenunternehmen reichten, ähnlich: „Die Menschen, denen wir begegnet sind, waren unheimlich hilfsbereit“, schwärmt Natalie. Ein Höhepunkt der Zeit in Galizien war der Ausflug zu den Ons-Inseln am Ostersonntag.  „Wir sind mit unserem spanischen Betreuer und seiner Ehefrau dort gewesen, um die Natur kennen zu lernen und zu genießen. Das wird keiner von uns so schnell vergessen“, versichert Desiree.

Nachdrücklich in Erinnerung bleiben die vier Wochen im Ausland auch den vier „Schweden“, die es nach Arvidsjaur unterhalb des Polarkreises zog. „Die Schweden sind unfassbar nett, aufgeschlossen und angenehm“, berichtet Eileen, die in einem Fremdenverkehrsbüro bei Übersetzungen half. In der Freizeit ging es zu einem Erstliga-Eishockeyspiel, das die Lokalmatadoren aus Lappland gegen die Gäste aus Stockholm haushoch für sich entschieden.

In der Partnerschule des Kuniberg Berufskollegs, der Sandbackaskolan, gab es zu Ehren der Gäste aus Recklinghausen einen deutsch-schwedischen Länderwettkampf, bei dem es um Geschicklichkeit ging. „Wir waren deutlich unterlegen“, gibt Fachlehrerin Bettina Schneider, die die Kontakte nach Schweden pflegt, zu. Sie hatte das Schüler-Quartett in Arvidsjaur besucht und dem Leiter der Sandbackaskolan einige Proben aus dem Kuniberg-Weltladen als Gastgeschenk überreicht. „Er war besonders am Fair-Trade-Label interessiert.“ Ein großes Hallo gab es übrigens, als weiterer Besuch aus Deutschland im hohen Norden eintraf. Alexandra Richter und Luisa Kneip, die 2009 ihr Auslandspraktikum in Arvidsjaur gemacht hatten, verbrachten ihren Osterurlaub in Lappland und frischten so alte Bekanntschaften auf.

Vom Reiz der ungarischen Hauptstadt Budapest berichten sieben weitere Schüler in diesen Tagen. Die Truppe, die in einer gemeinsamen Wohnung untergebracht war, sammelte  gruppendynamische Erfahrungen – nicht nur positive. Die  Belastung an den Praktikumstellen war unterschiedlich intensiv: Hanna, in einer Werbeagentur beschäftigt, recherchierte im Auftrag der Geschäftsleitung viel im Internet. „Die Arbeitsatmosphäre war unheimlich locker. Alle haben sich geduzt“, gibt sie zu Protokoll. Lisa, die in der Verwaltung eines Wellnesszentrums eingesetzt war, hat denselben Eindruck gewonnen. Sie durfte nebenbei die Fitnessgeräte nutzen – viel Zeit blieb dafür allerdings nicht.

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